Unser System‑Pilot im realen Bestand.
Dieses Gebäude bildet das zentrale Pilotprojekt von Elevare Horizon. Es handelt sich um einen unsanierten Altbau aus den 1960er‑Jahren mit rund 157 m² Wohnfläche in Hanglage mit Blick ins Tal. Der energetische und technische Ausgangszustand entspricht in weiten Teilen dem realen Gebäudebestand: hohe Energieverluste, gewachsene Technikstrukturen, fehlende Systemkopplung und eine insgesamt fragmentierte Haustechnik.
Dieses Projekt wurde bewusst nicht als Neubau umgesetzt. Ziel ist es nicht, ideale Rahmenbedingungen zu zeigen, sondern reale Herausforderungen zu lösen. Der Gebäudebestand stellt heute die größte technische, wirtschaftliche und regulatorische Aufgabe im Wohnungsbau dar. Genau hier muss ein zukunftsfähiger Ansatz funktionieren.
Ziel dieses Pilotprojekts ist es, exemplarisch zu zeigen, wie ein bestehendes Gebäude durch technische Gebäudesystemintegration nicht nur modernisiert, sondern als logisch aufgebautes, stabiles und langfristig tragfähiges Gesamtsystem neu gedacht werden kann.
Im Pilotprojekt wird das Gebäude nicht als Summe einzelner Gewerke betrachtet, sondern als zusammenhängendes technisches System. Energieerzeugung, Speicherung, Wärmebereitstellung, Wasserqualität, Gebäudeautomation, elektromagnetische Verträglichkeit (EMV), Materialwahl und Nutzung werden von Beginn an gemeinsam geplant und betrieben.
Der Fokus liegt dabei nicht auf maximaler Technikausstattung, sondern auf Stabilität, Nachvollziehbarkeit und Alltagstauglichkeit. Komplexe technische Prozesse laufen im Hintergrund – für die Nutzer bedeutet das vor allem Versorgungssicherheit, Ruhe und ein konsistentes Systemverhalten auch unter wechselnden Bedingungen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Pilotprojekts ist der Ausbau des Dachbodens mit rund 60 m² zu einem ausschließlich gewerblich genutzten Firmensitz von Elevare Horizon. Dieser Bereich dient als Entwicklungs‑, Steuerungs‑ und Auswertungsumgebung sowie als real betriebene Referenzfläche.
Großzügige Dachfenster sowie eine dreiteilige Velux‑Dachterrasse mit freiem Talblick schaffen Tageslicht, Konzentration und Aufenthaltsqualität. Der Raum verbindet industrielle Systemstabilität in der Technik mit hoher räumlicher Qualität für Menschen, die täglich damit arbeiten.
Gebäude aus den 1950er‑ bis 1970er‑Jahren prägen einen großen Teil des deutschen Wohnungsbestands. Sie sind technisch heterogen, energetisch ineffizient und häufig nur punktuell modernisiert. Genau deshalb eignen sie sich als belastbare Referenz für einen systemischen Ansatz.
Was in diesem Pilotprojekt unter realen Bedingungen funktioniert, ist übertragbar – nicht als starres Konzept, sondern als skalierbare Denk‑ und Systemstruktur.
Das Pilotprojekt verfolgt mehrere klare Ziele:
Dieses Pilotprojekt ist kein individuelles Bauvorhaben.
Es ist ein bewusst aufgebauter Referenz‑ und Entwicklungsstandard, der zeigt,
wie technisches Gebäudedenken im Bestand strukturiert, nachvollziehbar und
langfristig tragfähig umgesetzt werden kann.